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10.03.2010
Osteoporose - die Katastrophe verhindern

(Dr. C. Keßler)


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Impingement
Anatomie

Zwischen knöchernem Schulterdach (es wird aus einem Teil des Schlüsselbeines und einem Fortsatz (Acromion) des Schulterblattes gebildet) und dem Oberarmkopf bleibt nur begrenzt Raum für die Muskulatur (Rotatorenmanschette) und den Schleimbeutel (bursa subacromialis).

Dieser Bereich ist mechanisch stark beansprucht. Man spricht vom Subacromialraum.

Schädigung

Durch harte körperliche Arbeit über lange Zeit, Verletzungen oder Fehlbelastungen kann es im subacromialraum zu Schwellungen, Entzündungsreaktionen und Schädigungen des Muskels (Ruptur der Rotatorenmanschette) kommen.

Der Körper reagiert bei länger anhaltendem Reiz mit Bildung von Knochenspornen am Gelenk zwischen Schlüsselbein und Schulterblatt (Acromio-Claviculargelenk) sowie mit Kalkeinlagerung im geschädigten Muskel- und Schleimbeutelanteil.

Das sog. Impingement-Syndrom (Einklemmungs-Syndrom) ist durch diese Druckvermehrung hervorgerufen.

 
Behandlung

Zunächst sollte möglichst so konservativ wie möglich behandelt werden. Es ist zu beachten, daß die Schulter wesentlich mehr Zeit für Behandlungen benötigt wie z.B. das Kniegelenk.

Mit Krankengymnastik wird Muskulatur aufgebaut, die dafür sorgt, daß sich die Druck- und Belastungsverhältnisse in der Schulter verbessern.

Durch Mediakmente in Tablettenform oder als Spritze direkt in den Schleimbeutel kann die Schwellneigung oft soweit abgebaut werden, daß sich die Druckverhältnisse wieder normalisieren. Die Schmerzen lassen nach und die Funktionalität der Schulter kehrt zurück.

Auch homöopathische Maßnahmen oder Akkupunktion bieten sinnvolle therapeutische Ansätze.

Wenn weitergehende Behandlung notwendig ist, dann stellt die arthroskopische Druckentlastung und Entfernung von Kalknestern und Knochenspornen (Coracoaromioplastik) eine schonende und effektive Methode dar.

Diagnostik

Um die knöchernen Strukturen beurteilen zu können, wird die Schulter zumindest zwei Ebenen geröngt.

Die meisten Informationen erhält dann der erfahrene Chirurg durch die manuelle Untersuchung. Ultraschall gibt detaillierte Informationen über die Rotatorenmanschette und den Schleimbeutel (bursa subacromialis). Zusätzlich können die knorpeligen Anteile der Gelenkführung (labrum glenoidale) beurteilt werden.

Bei unklaren und länger zurückliegendenVerletzungen kann eine Kernspintomographie (NMR) sinnvoll oder notwendig sein.

Ist eine Operation geplant, so können sich noch einige weitere Untersuchungen wie EKG, Laborkontrolle von Blutwerten anschließen.

Indikation

Die Operations-Indikation wird gestellt, wenn mit konservativen Maßnahmen wie Medikamenten, Spritzen, Krankengymnastik, Akkupunktur, Homöopathie etc. keine ausreichende Schmerzreduktion und Verbesserung der Funktion erreicht wird.

Eine Altersbegrenzung gibt es aufgrund schonender Operationsverfahren nicht mehr. Vorerkrankungen sollten aber abgeklärt werden. Letztendlich sollte die Entscheidung für eine Operation vom Aktivitätsniveau der Patienten abhängig gemacht werden.

Operation (Coracoacromioplastik)

Über zwei ca 5mm lange Zugänge (an der Vorder- und Rückseite der Schulter) kann mit Spezialinstumenten das Schultergelenk und der Subacromialraum von innen beurteilt werden.

Bei einer Arthroskopie bietet sich im Gegensatz zu indirekten Untersuchungsmethoden wie Kernspintomographie die Möglichkeit, nicht nur den visuellen Aspekt zu beurteilen, sondern auch einen Tast-Befund zu erheben.

Erst hierbei kann endgültig entschieden werden, wie die weitere Operation ablaufen muss.

Bei Entzündung des Schleimbeutels (bursa subacromialis) wird zunächst der Schleimbeutel entfernt (Bursektomie). Dann werden Kalknester ausgeräumt, Knochenanbauten abgetragen (Coracoacromioplastik) und ggf. Teilrisse der Rotatorenmanschette geglättet.

Nachbehandlung

Nach der ambulanten Operation in Vollnarkose ist eine Überwachung für einige Stunden vorgesehen.

Neben ausreichender Einnahme von Schmerzmitteln ist dann besonders auf Kompression und Kühlung (z.B. mit dem Cryo-Cuff der Fa. Aircast) zu achten. Die Schulter sollte kurze Zeit in einem Verband ruhiggestellt werden.

Mit Krankengymnastik oder häuslichen Übungen kann und sollte bereits am ersten Tag nach der Operation begonnen werden. Drainagen legen wir in der Regel bei der Operation nicht ein, so daß auf die schmerzhafte Prozedur des "Schlauchziehens" verzichtet werden kann.

Soweit von den Krankenkasse akzeptiert, verordnen wir kurz nach der Operation intensive Krankengymnastik sowie einen Bewegungsstuhl, mit dem frühzeitig falschen Vernarbungen und damit Bewegungseinschränkungen entgegengewirkt werden kann.

Die Fäden werden nach 10 bis 14 Tagen entfernt.

Mit der Arbeit kann je nach Belastung nach 2-4 Wochen begonnen werden.

Risiken

Durch arthroskopische Operationstechniken steht uns ein Verfahren zur Verfügung, das die Belastung auf ein Minimum reduziert. Die Risiken einer Operation sollte man aber kennen:

Blutungen sind bei uns Chirurgen natürlich nicht zu vermeiden. Gefährliche Blutungen sind aber die absoluten Ausnahmen.Nur selten ist es nach einer Arthroskopie notwendig, die Schulter zu punktieren. Deshalb können wir auch auf Drainagen verzichten.

Damit sinkt auch das Risiko einer Infektion. Natürlich bieten wir eine technische und fachliche Ausstattung auf dem neuesten Stand, so dass wir alles erdenkliche für Ihre Sicherheit tun können.

Selten kann es in der Umgebung von Narben zu Taubheitsgefühlen kommen.

Genaueres erfahren Patienten dann im Aufkärungsgespräch und in den mitgegebenen Unterlagen.

Ziele

Eine Schulter-Arhthroskopie bei Impingment-Syndrom wird durchgeführt, um die Lebensqualität zu erhalten und zu verbessern.

Die Sportfähigkeit soll wieder erlangt oder gesteigert werden.

Der Beruf soll weiter ausgeübt werden können. Den Alltag sollten keine Schulterprobleme mehr beherrschen.

Langzeitschäden werden gemindert oder vermieden.

Chirurgische Gemeinschaftspraxis Ansbach

Orthopädie
Chirurgie
Unfallchirurgie
Handchirurgie
Plastische Chirurgie
Ästhetische Chirurgie
Kinderchirurgie


Dr. med. C. Keßler
Dr. med. H.-P. Koerfgen
Dipl.-Med. S. Seiler
Dr. med. W. Baer



 
 
 
 

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